Rebrandings sind hip: Die Paperless Pioneers werden zur Digital Society

Rebrandings sind hip: Die Paperless Pioneers werden zur Digital Society

Rebrandings sind hip: Aus Raider wurde Twix, aus AuctionWeb wurde ebay, aus Confinity wurde PayPal und aus Brad’s Drink wurde Pepsi Cola – die Liste lässt sich sicher unendlich fortsetzen. Und so wird aus unserer 2015 gegründeten Paperless Pioneers Community ab 2020 die Digtial Society.

Unsere Geschichte

Nachdem die Community 2017 auf über 1200 Teilnehmer gewachsen ist, wurde Slack zu klein für uns mit über 1200 Mitgliedern. Außerdem hat die Community die Limitierungen des Systems regelmäßig erreicht, weil es eben viel zu besprechen gab. So sind wir 2017 zur „angeblich kostenlosen“ Konkurrenz namens Ryver mit ca. 800 Mitgliedern gewechselt. Doch schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, das Ryver zwar keine technischen Limitierungen wie Slack hatte, jedoch in 2018 sein Geschäftsmodell mal eben von Free auf Paid änderte.

Und wieder standen wir vor der Frage: „Sollen Community Mitglieder für die Technik, die Sie im Netz zum Kommunizieren benutzen plötzlich bezahlen?

Wir haben uns bewusst dazu entschieden, das die Paperless Pioneers Community niemals für die technischen System (Website, Forum etc.) bezahlen soll und so haben wir uns für die naheliegendste und wartungsfreie Variante: Eine einfache Facebook-Gruppe entschieden.

Die harte Realität

Nun gingen die Jahre ins Land und durch das System Facebook wuchs die Community schnell wieder an. Leider mussten wir mit der Zeit feststellen, dass die meisten von uns heutzutage schon in vielen Facebook-Gruppen unterwegs sind und der Algorithmus des News-Feeds häufig Nachrichten „verschluckt“. Es sei denn, man bezahlt bei Facebook für Werbemaßnahmen zu jedem Post.

Im Prinzip hatten wir von der exklusiven geschlossen Community und übersichtlichen Foren in unseren Slack/Ryver Kanälen nichts mehr übrig.

So gingen viele Post scheinbar einfach unter oder wurden sehr spät in dem jeweiligen persönlichen Facebook-Feed angezeigt. Das sorgte natürlich nicht nur bei uns im Team für Frust, sondern auch bei den Mitgliedern.

Warum ich “Ghosty’s” hasse

Ein weiteres gut zu beobachtendes Phänomen waren die „Ghosty’s“! Jene Menschen die „kurz mal vorbeischauen“ um Ihre Frage: Wie richte ich meinen Scanner ein? Welches DMS benutzt ihr? zu stellen, um anschließend wie ein Geist zu verschwinden. Versteh mich nicht falsch, wir haben alle unsere Arbeit und Verpflichtungen und häufig wird einfach still mitgelesen, aber eine Community lebt von der Aktivität ihrer Mitglieder, sonst ist es einfach nur ein Geisterhaus mit Karteileichen.

Du kannst das Phänomen gut bei sehr großen Facebook-Gruppen beobachten, in denen z.B. 5000+ Mitglieder sind, aber gefühlt immer nur 100 Leute schreiben und interagieren. Scheinbar wird häufig vergessen einfach wieder aus der Gruppe auszutreten, wenn man seine Infos abgesaugt hat.

Gleich ist nicht immer Gleich Gut

Die Digitalisierung entwickelt sich rasant. Wir bezahlen mit dem Smartphone im Supermarkt an der Kasse, eröffnen mal eben mit Videoidentifikation ein Onlinekonto oder bestellen via App Lebensmittel nach Hause. Es geht also um mehr als den „Scanner und das passende DMS (Datenmanagementsystem)“ oder wie man den Großeltern Whatsapp am Besten erklärt, damit diese am Leben der Enkelkinder in Farbe und Bunt jederzeit teilnehmen können. Für mich gab es gefühlt den „Themenstillstand“ als ich die Bombe platzen ließ und 2019 die Paperless GmbH verließ.

Das Problem mit dem Namen

Von 2016 - 2019 stand die Paperless GmbH mit Ihren finanziellen Mitteln tatkräftig und unterstützend hinter so manchen Gehirnfürzen und Ideen, die aus der Community geboren wurden. Ich nenne nur mal das Stichwort Paperless Conference und „Un“Conference. Die Paperless GmbH ist damals gedanklich aus den Paperless Pioneers entstanden.

Schon früh stellten wir fest, das mit dem Wort „Paperless“ von vielen auch wirklich nur das „Papierlose“ assoziiert wurde. Natürlich ist das eine Übersetzung, aber wir mussten hart dafür arbeiten, damit über den digitalen Tellerrand geschaut wurde. Die Digitalisierung ist mit den Jahren so viel mehr geworden, als nur Papier von seinem Schreibtisch zu verbannen.

Veränderungen Rechnung tragen

Nun haben wir Sternzeit… oh falscher Artikel sorry… das Jahr 2020 und ich fühle mich in meiner eigenen Community nicht mehr ganz wohl, auch der Name „Paperless Pioneers“ so sehr ich ihn liebe, engt mich und meine Themen ein. Ich bin einfach verunsichert gewesen, ob es so weitergehen sollte wie bisher. Das ist hart und stimmt mich schon mal traurig. Denn wir hatten eine sehr schöne Zeit mit vielen Erfolgen.

Vielleicht bist Du selbst ein Paperless Pioneer und fühlst so ähnlich? Dann lass es mich gerne wissen! Wie für alle Dinge im Leben, gibt es auch dafür immer viele verschiedene Faktoren: Warum „Es ist, ist wie es ist“.

Ich habe oben bereits schon die wichtigsten Punkte nach meiner Meinung genannt und persönlich bin ich nicht der Typ „Archäologe“, der weit zurückgeht, um die Ursache eines Problems zu erforschen. Dann kann ich zwar sagen woran es lag, aber es hat sich nichts geändert.

Dafür habe ich keine Geduld und Zeit, denn ich bin eher der: „Ein Problem ist einfach nur eine Herausforderung, der ich mich stellen muss, damit es weitergeht!“ – Typ.

Feinjustierung oder Neustart

Wir Menschen lieben Kontinuität. Zu viele Eindrücke, zu viele Botschaften, zu viele leere Versprechungen machen unsicher und wer verunsichert ist, steht still. Wir lieben also auch Systeme, denen wir vertrauen, eben weil sie unsere Erwartungen erfüllen. Vieles spricht also dafür, alles so zu lassen wie es ist nicht, oder?

Leider geht diese Rechnung nicht auf, in keinem Fall. Wer stehen bleibt, fällt aus der Zeit und wird irrelevant. Neue Technologien verändern nicht nur unser Verhalten, sondern schaffen völlig neue Wege, um unsere Bedürfnisse besser zu befriedigen.

So haben wir uns nach längeren internen Diskussionen, viel Bier und Kaffee schlussendlich dazu entschieden, den Paperless Pioneers mit dem neuen Namen Digital Society nicht einfach nur einen neuen Anstrich zu verpassen. Sondern im gleichen Zuge auch zum letzten Mal unsere Community-Plattform von der simplen Facebook Gruppe zum Workplace von Facebook zu wechseln. Wir wagen also den harten Neustart.

Workplace by Facebook

Als Plattform für die Digital Society nutzen wir also fortan den Facebook Workplace. Das ist genauso wie jeder Facebook kennt und nutzt, nur ohne Werbung und vor allem in einer eigenen Instanz. Es wird also kein Standard Facebook-Profil angelegt oder verknüpft.

Die Verwendung erstreckt sich dabei von der Desktop-App über das Tablet bis auf dein Smartphone unterwegs. Und Deine Daten? Die bleiben bei uns, denn Facebook darf sie nicht für werbliche Zwecke nutzen. Zudem ist die Gruppe exklusiv für diejenigen gedacht, die auch wirklich ihre Digitalen Kompetenzen weiter voranbringen wollen und nicht nur wissen wollen, welcher Scanner zu welchem DMS passt.

Unsere Vision

Unsere Vision ist ein „digitaler Humanismus“. Diese Bezeichnung hat sich mittlerweile für einen ethisch verantwortlichen Umgang mit dem digitalen Wandel etabliert. Unser Ziel ist es also, Menschen und Unternehmen bei der digitalen Transformationen zu unterstützen. Es geht darum seine eigenen digitalen Kompetenzen zu erweitern sich vertrauensvoll auf Augenhöhe mit allen Mitgliedern auszutauschen.

Denn schon damals in Slack hatte sich eine angenehme und äußerst hilfsbereite Community etabliert. Auch im Workplace werden Neulinge jede Frage, die ihnen auf der Seele liegt, stellen können. Unsere Community Experten können hier, wie schon in Slack, über jedes Digitalisierungsthema mit anderen Digitalen Enthusiasten debattieren. Es ist sehr spannend, den Einsichten und Analysen der Community zu folgen.

Hand aufs Herz

Eine Community in dieser neuen Größenordnung zu betreiben, ist ein Job von vielen Händen und Köpfen. Das würde ich nie allein schaffen, wir alle haben ein Leben mit Familie, Beruf und Verpflichtungen. Deswegen habe ich direkt zum Start des ReBrandings ein neues und sehr engagiertes Society Team aufgebaut. Dieses steht Dir innerhalb der Community nicht nur mit Rat & Tat zur Seite, denn der Mehrwert einer Community entsteht immer aus der Interaktion der Mitglieder. Wir wollen Macher und keine „Ghosty‘s“. Erst wenn ausnahmslos alle ihren Beitrag leisten, entsteht ein unglaublich kraftvolles Konstrukt, das jedem Einzelnen ein Vielfaches mehr bietet. So kannst Du auf jeden Fall sicher sein, dass Deine Frage beantwortet und Dein Problem gelöst wird. Wie Du siehst, es steckt auch hier wieder viel Liebe & Herzblut drin.

Kostenlos vs. Kostenpflichtig

Wie ich oben im Artikel bereits beschrieben hatte, hasse ich „Ghosty‘s“ sowie eine mangelnden Wertschätzung besonders engagierter Mitglieder.

Deswegen nimmt die neue Digital Society einen freiwillig gewählten Monatsbeitrag für die Mitgliedschaft. Du wirst mit deinem Beitrag, also ein Fördermitglied.

Dabei ist es uns sehr wichtig, dass jedes Mitglied einen Beitrag bezahlt, den es auch wirtschaftlich im realen Leben stemmen kann. Ab 1,00 € / Monat ist man dabei, jederzeit kündbar. Dies ist eine einfache und unkomplizierte Möglichkeit Ghosty’s und Spam draußen vor der Türe zu lassen.

Erwartungshaltung vs. Realität

Monatliche Mitgliedsbeiträge sind uns allen nicht unbekannt. Allerdings verbinden wir häufig mit einem Beitrag auch eine entsprechende Gegenleistung. In einem Fitnessstudio erhalte ich Zugriff auf die Geräte, Kurse, Sauna usw. Das Fitnessstudio ist ein Unternehmen, es bezahlt auch sein Personal durch die Mitgliedsbeiträge. Du weißt also genau was Du für 16,90 € im Monat bekommst. Bei einem Online-Kurs, den Du kaufst, weißt Du das sicher regelmäßig neue Videos oder Bücher vom Dozenten bereitgestellt werden. Bei der Digital Society sieht es etwas anders aus.

Der kleine, aber feine Unterschied

Seit 2015 stehe ich als Person hinter den „Paperless Pioneers“ und von meinem Unternehmen (NAFDO) bezahle ich die Domain, Server, Software Lizenzen und vieles weitere mehr. Wie Du siehst trage ich die Kosten und organisiere alles in meiner Freizeit. Das ist vergleichbar mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit in einem Verein.

Ich drehe den Spieß nun um

Am Anfang dieses Artikels erwähnte ich bereits das die „Paperless Pioneers“ niemals für die genutzte Technik zur Kommunikation bezahlen werden. Das passiert auch nicht nach dem ReBranding mit der Digital Society. Ich möchte etwas an die Menschen zurückgeben, die sich ehrenamtlich sowie besonders aktiv bei der Gestaltung unserer neuen/alten Community engagieren und andere Mitglieder tatkräftig unterstützen während sie sich um alle administrativen Belange kümmern.

Die oben erwähnten Mitgliedsbeiträge sind vor allem in der Startphase des ReBrandings für das Society-Team bestimmt. Quasi eine Anerkennung und Wertschätzung der Fördermitglieder. Wenn Du übrigens selbst auf einem Gebiet eine Expertise besitzt und gerne mehr Verantwortung mit Leidenschaft übernehmen möchtest, bewirb dich für unser Society Team.

Transparenz schaffen und Möglichkeiten bieten

Um die größtmögliche Transparenz zu schaffen, haben wir uns für Steady und Patreon entschieden.

Das sind anerkannte (Mitgleidschafts-)Systeme die uns Machern dabei helfen, Geld zu sammeln – und trotzdem unabhängig zu bleiben. Das ist so ziemlich für alle digitalen Projekte möglich: Blogs, Online-Magazine, Freie Journalisten, Podcasts, Youtube-Kanäle oder in unserem Fall die Digital Society, der Schlüssel basiert also auf Austausch und Vertrauen.

Ist das jetzt Crowdfunding – oder was ist der Unterschied?

Es ist nicht ganz wie Crowdfunding. Beim klassischen Crowdfunding ist das Ziel, für ein großes Projekt einmalig starke finanzielle Unterstützung einzuholen (innerhalb der Laufzeit einer Kampagne), die vorher festgelegt wird. Bei Steady und Patreon geht es um regelmäßige Unterstützung, um monatlich wiederkehrende Zahlungen in unserem Fall also Mitgliedsbeiträgen.

Wirst Du nun auch ein #DIGITALHELD?

Dann freue mich dich in der noch frischen Digital Society gleich persönlich begrüßen zu dürfen.

Digital Society 2020 03 03 15 36 50


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